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Definition: Was bedeutet Urteilsvermögen?

Schnell auf Veränderungen reagieren zu können ist in allen Lebenslagen ein Vorteil – ob im Beruf oder im Privaten. Um reagieren zu können, müssen die veränderten Sachverhalte oder die veränderte Situation erst einmal richtig eingeordnet werden. Diese Fähigkeit nennt man „Urteilsvermögen“ – Was das genau bedeutet und wie du dein Urteilsvermögen trainieren kannst, erklären wir dir hier.

Inhalt

Definition und Bedeutung: Urteilsvermögen

Unter dem Begriff „Urteilsvermögen“ versteht man die Fähigkeit, verschiedene Situationen und Sachverhalte einzuordnen. Je besser dein Urteilsvermögen, desto schneller kannst du dich auf deine Reaktion konzentrieren.

„Urteil“ bezieht sich dabei auf die Einordnung und „Vermögen“ auf die Fähigkeit, urteilen zu können.

Eingeschränktes Urteilsvermögen

Krankheiten wie Demenz, können zu einem eingeschränkten Urteilsvermögen führen. Auch Drogen, Traumata, Rückschläge oder Schicksalsschläge in der Kindheit können das Urteilsvermögen einschränken. Ein weiterer Grund für mangelndes Urteilsvermögen kann auch Dummheit sein: Dabei können aus dem Wahrgenommenen nicht die richtigen Schlüssen gezogen werden.

Urteilsvermögen und Menschenkenntnis hängen eng miteinander zusammen: Das Urteilsvermögen bezieht sich auf die richtige Einordnung von Situationen, Sachverhalten und Menschen, während Menschenkenntnis ausschließlich das Beurteilen und Einordnen von Menschen meint.

Wie kannst du dein Urteilsvermögen schärfen?

Schlechtes Urteilsvermögen kann dich schnell in die Bredouille bringen – Fettnäpfchen gehören rasch zu den alltäglichen Fehltritten. Wie kommst du da gleich wieder raus?

Wir haben dir hier ein paar Tipps zusammengefasst:

  • Verfalle nicht in Panik und bewahre Ruhe.
  • Reagiere nicht vorschnell und evaluiere deine Optionen.
  • Eventuell kannst du mit Humor reagieren.
  • Akzeptiere deinen Fehler – ob es sich nun um ein Fettnäpfchen handelt oder nicht – und schaue nach vorn.

Damit es gar nicht erst soweit kommt, ist es wichtig, Menschen beurteilen zu können. Wie du dein Urteilsvermögen trainieren kannst? Wir haben dir hier ein paar Tipps aufgelistet, mit denen du dein Urteilsvermögen schärfen kannst:

  • Körpersprache: Achte auf die Körpersprache deines Gegenübers. Welche Mimik erkennst du bei deinem Gesprächspartner? Kaut er auf der Unterlippe oder schaut er ständig auf den Boden? Dann ist ihm eventuell das Thema unangenehm oder er verheimlicht etwas. Auch die Gestik spielt eine wichtige Rolle: Wo befinden sich die Hände deines Gesprächspartners? Wie stehen seine Füße? Hat er beispielsweise beide Hände vor sich und seine Füße stehen in einer L-Position, will er vermutlich gerade woanders hin.
  • Kognitive Verzerrungen: Menschen falsch einzuschätzen, kann schnell passieren. Wir schließen häufig von unserem eigenen Verhalten auf andere. Wenn du bei Unsicherheit beispielsweise immer dein Gewicht von einem Fuß auf den anderen verlagerst, ist es naheliegend, dass du dieses Verhalten bei jemand anderem ebenfalls als Unsicherheit deutest. Du solltest allerdings stets daran denken, dass Körpersprache oder bestimmte Formulierungen bei anderen Menschen nicht das Gleiche bedeuten müssen, wie bei dir. Dein Gesprächspartner kann sich das von rechts nach links verlagern aus einem ganz anderen Grund angewöhnt haben und überhaupt nicht unsicher sein.
  • Der Ton des Gesagten: Das Gesagte selbst ist nicht unbedingt entscheidend – der Ton macht die Musik. Das heißt, die Art des Sprechens kann die Botschaft noch einmal grundlegend verändern: Spricht dein Gegenüber laut und deutlich, kannst du in den meisten Fällen davon ausgehen, dass er dir die Wahrheit sagt – zumindest ist er davon überzeugt. Leises und und undeutliches Reden wird vor allem mit Lügen oder Verheimlichen assoziiert.
  • Scheue dich nicht vor Kontakt: Je mehr Kontakt du zu anderen Menschen hast, desto besser wird deine Menschenkenntnis und somit dein Urteilsvermögen (in Zeiten von Corona aber natürlich immer auf den Sicherheitsabstand achten). Auch schlechte Erfahrungen bringen dich weiter – egal wie negativ der Kontakt ausfallen wird: Dein Urteilsvermögen profitiert davon, was dich vor dem nächsten negativen Erlebnis warnen kann.

Job: Urteilsvermögen als Soft Skill

Ein ausgeprägtes Urteilsvermögen kann dir auch im Berufsalltag weiterhelfen:

Es kann dir dabei helfen, Kollegen einzuschätzen: Urteilsvermögen hilft dir, dich im Team schneller zurechtzufinden und dich einzuordnen. Du kannst feststellen, wer im Team das Alphatier verkörpert und welche Kollegen zu Freunden werden können.

Auch kannst du durch gutes Urteilsvermögen Sachverhalte schneller erkennen und schneller darauf reagieren – das ist in der Arbeitswelt vor allem bei längerfristigen Projekten von Vorteil: Wenn sich etwas ändert, kannst du einen kühlen Kopf bewahren.

In der Projektarbeit hat Urteilsvermögen außerdem den Vorteil, dass du sie von vornherein besser einschätzen kannst: Du kannst schneller erfassen, um was es genau geht, wie viel Zeit und Budget dafür wahrscheinlich einberechnet werden muss und welche Hilfe du brauchen wirst, um das Projekt erfolgreich abschließen zu können.

Gutes Urteilsvermögen zeugt auch von Flexibilität: Sich schnell auf eine Veränderung einstellen zu können und sich anpassen zu können, sind auch Merkmale von Anpassungsfähigkeit – in der Bewerbung punktest du also gleich mit zwei verschiedenen Soft Skills.

Jobs: Welche Berufe erfordern ein ausgeprägtes Urteilsvermögen?

Für Unternehmen haben Bewerber mit einem ausgeprägten Urteilsvermögen große Vorteile: Du kannst vernünftige Entscheidungen treffen und deine Kollegen in Projekten gut einschätzen – das macht dich zu einem verlässlichen Mitarbeiter, der genau weiß, wer zu was fähig ist.

Gutes Urteilsvermögen ist für jedes Unternehmen ein wichtiger Soft Skill – wir haben dir hier zwei Bereiche zusammengefasst, bei denen ein ausgeprägtes Urteilsvermögen besonders wichtig ist:

Führungspositionen: In Führungspositionen ist es von großer Bedeutung, deine Mitarbeiter gut zu kennen. Sobald sich Sachverhalte plötzlich ändern, musst du wissen, was auf euch zukommt und wer welche Aufgabe meistern kann.

HR: Im Recruiting brauchst du vor allem Menschenkenntnis. Dein Urteilsvermögen muss dir innerhalb kürzester Zeit sagen können, ob der Kandidat ins Unternehmen passt – keine einfache Aufgabe. Gutes Urteilsvermögen ist hier also vor allem in Bezug auf den Teamfit wichtig.

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Veröffentlicht am 05.10.2020, aktualisiert am 18.04.2021

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