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Vorstellungsgespräch: 15 Tipps für 2022 [inkl. Leitfaden]

Herzlichen Glückwunsch, der erste Schritt der Bewerbung ist geschafft – du wurdest zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Doch nun solltest du dich keinesfalls ausruhen, denn gute Vorbereitung ist alles. Vor allem bei einem Bewerbungsgespräch, dass dir wirklich wichtig ist. Wir zeigen dir, wie du dich am besten vorbereitest und geben dir einen Fragenkatalog inklusive Antwortmöglichkeiten mit.

Inhalt

Vorstellungsgespräch: Kleiner Überblick

Eine gewisse Nervosität gehört wohl bei jedem Vorstellungsgespräch dazu. Mit der richtigen Vorbereitung gehst du entspannter in das Gespräch.

  • Informiere dich gründlich über das Unternehmen und deine Ansprechpersonen.
  • Mache dich mit der Stellenanzeige vertraut und notiere dir Parallelen zu deinen bisherigen Erfahrungen.
  • Bereite typische Bewerberfragen und sinnvolle Rückfragen vor: Du solltest deine Stärken und Qualifikationen für den Job aufzählen können – ebenso wie auch deine Schwächen.
  • Übe das Vorstellungsgespräch mit Bekannten, um Selbstvertrauen und Sicherheit für das „echte“ Gespräch zu sammeln.
  • Achte auf konkrete und aussagekräftige Antworten. Du kannst auch kurze Pausen zum Nachdenken nutzen – besonders bei Stressfragen ist dies sinnvoll.
  • Bringe deine Motivation zum Vorschein. Auch wenn du nicht alle geforderten Kenntnisse vorweisen kannst, hast du Chancen den Job zu ergattern.
  • Beschäftige dich mit Themen wie Gehaltsverhandlung und Eintrittstermin.
  • Organisiere deine Anreise und plane einen Zeitpuffer ein.
  • Teste für ein Videointerview die Technik und suche dir einen passenden Hintergrund.
  • Bereite dich auf die jeweilige Interview-Form vor: Wurdest du zu einem Assessment Center, Probearbeiten oder zweiten Vorstellungsgespräch eingeladen? Oder ist das Unternehmen dafür bekannt die STAR-Methode zu verwenden? Dann informiere dich im Voraus, was dich dabei erwartet.

Die 15 ultimativen Tipps für dein Vorstellungsgespräch

Wenn du unsere 15 Tipps durchgehst, bist du auf dem besten Weg ein gutes Vorstellungsgespräch zu führen. Damit du im Gespräch überzeugst, solltest du deine eigenen Stärken und Schwächen kennen und wissen, wie du sie bei deinem nächsten Job erfolgreich einsetzen kannst. Die häufigsten Absagegründe liegen in deiner Hand. Welche das sind und wie du sie verhinderst, erfährst du in unserem Guide.

Diese Schritte führen zur Jobzusage

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

1. Recherche betreiben

Bevor du in das Vorstellungsgespräch gehst, solltest du ein wenig Recherche betreiben. Hilfreich dafür sind die Stellenanzeige, die Webseite und die neuesten Nachrichten des Unternehmens. Informiere dich über deinen potenziellen Arbeitgeber und lerne die Unternehmensphilosophie kennen.

Tipp: Dafür eignen sich auch die Unternehmensprofile auf Workwise. Unternehmen, die über Workwise ihre Jobs ausschreiben, präsentieren sich mit einem eigenen Profil. Du findest dort alle wichtigen Eckdaten zum Unternehmen, aber auch einen Einblick in den Arbeitsalltag. Hier findest du ein Beispiel für ein Unternehmensprofil.

Dieses kannst du dir auch ausdrucken und auf die Fahrt mitnehmen, damit du die Informationen wirklich verinnerlichen kannst. Das macht bei den Mitarbeitenden der Personalabteilung einen guten Eindruck, weil es vermittelt, dass du dir ausgiebig Gedanken über die Stelle und das Unternehmen gemacht hast.

2. Ansprechperson suchen

Merke dir die Ansprechperson oder versuche sie herauszubekommen, falls du sie nicht mitgeteilt bekommen hast. Du kannst diese dann in Google eingeben und schauen, welche Informationen du bekommen kannst. So gewinnst du einen ersten Eindruck deines Gegenübers und kannst dich besser darauf einstellen.

Auch bei Xing oder LinkedIn sowie auf der Unternehmenswebseite und dem Unternehmensprofil auf Workwise findest du sicherlich viele hilfreiche Fakten und kannst dir den Werdegang ansehen. Vielleicht findest du ja sogar Gemeinsamkeiten, die du geschickt ansprechen kannst – beispielsweise bei deiner Antwort auf Fragen, wie Warum haben Sie sich bei uns beworben? oder Warum wollen Sie bei uns arbeiten? Das schafft persönliche Nähe und du überraschst mit deinem Zusatzwissen.

3. Übung macht den Meister

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch beim Vorstellungsgespräch gehört ein bisschen Übung dazu, bis du dich sicher fühlst und überzeugend wirkst. Vielen Menschen fällt es nicht so leicht, sich selbst zu verkaufen, weil man nicht zu arrogant wirken möchte. Wenn du aber zu bescheiden bist oder gar deine Qualifikationen unterschätzt, kann das Gespräch schiefgehen.

Du musst also einen Mittelweg finden. Hier macht Übung mal wieder den Meister. Wie wäre es, wenn du den Ablauf des Bewerbungsgesprächs einfach mal mit einem Freund oder Verwandten durchspielst? So bekommst du Übung und kannst dir passende Sätze und Formulierungen aneignen.

4. Anfahrt planen

Die Anreise sollte gut organisiert sein, damit du auch wirklich nicht zu spät zum Vorstellungsgespräch kommst. Es kann immer sein, dass dir ein Stau oder eine Zugverspätungen in die Quere kommen. Deshalb ist ein Zeitpuffer immer gut. So gerätst du auch nicht in Stress, wenn sich die Anfahrt verzögern sollte. Außerdem solltest du dich informieren, wo du parken kannst oder wo die nächste Haltestelle liegt, damit deine Anfahrt sorgenlos stattfinden kann.

Wenn du eine längere Anfahrt vor dir hast, ist es sinnvoll, wenn du dich vorher informierst, ob das Unternehmen deine Fahrtkosten übernimmt. Dies ist in der Regel der Fall, wenn du eine schriftliche Einladung zum persönlichen Gespräch erhalten hast und nicht ausdrücklich erwähnt wurde, dass keine Kosten übernommen werden können. Auf der sicheren Seite bist du aber, wenn du das vorher mit dem potenziellen Arbeitgeber abklärst und ihr euch auch zum Beispiel auf einen bestimmten Bahntarif oder Kraftstoffpreis einigt.

Auch deine Rückreise solltest du nicht zu knapp timen. Plane einen Puffer ein, damit du flexibel bezüglich der Dauer des Vorstellungsgesprächs bleibst.

Findet dein Vorstellungsgespräch per Video statt, solltest du vorab die Technik testen: Prüfe deine Erreichbarkeit und suche dir einen passenden Ort aus. Ideal ist ein ruhiger Raum, in dem du nicht gestört wirst und ein passender Hintergrund (zum Beispiel eine weiße Wand).

5. Die richtige Wahl der Kleidung

Die Wahl der Kleidung beim Vorstellungsgespräch ist nicht leicht: Du möchtest nicht overdressed und auch nicht zu lässig angezogen sein. Grundsätzlich können wir dir raten, dich der Branche entsprechend anzuziehen, dich aber nicht zu „verkleiden“. Du solltest dich in deiner Haut wohlfühlen und dies auch nach außen ausstrahlen.

Saubere Kleidung ist selbstverständlich, egal wo du dich beworben hast. In einem großen Konzern oder einer Bank solltest du seriös auftreten, in einem mittelständischen Unternehmen oder einem Startup genügt meist ein Hemd sowie eine Bluse und eine Jeans. Hier gibt es noch mehr Tipps zum Dresscode.

6. Mentale Vorbereitung

Klar, ein Bewerbungsgespräch ist für viele eine Stresssituation. Doch wieso hast du Angst davor? Was soll schon Schlimmes passieren? Lerne deine Angst vor Vorstellungsgesprächen zu überwinden und sieh es doch mal als ein nettes Kennenlernen zwischen dir und deinem potenziellen Arbeitgeber. Wenn du dein Bestes gibst, kannst du viel davon lernen, auch wenn du den Job nicht bekommst.

Im Gespräch

Ein persönliches Vorstellungsgespräch dauert in der Regel 45–120 Minuten, manchmal auch nur 30 Minuten. Ein kurzes Gespräch bedeutet jedoch nicht gleich, dass es schlecht war und ein langes Gespräch nicht, dass es gut war. Stattdessen gibt es andere Anzeichen für eine Zusage im Vorstellungsgespräch.

Während des Vorstellungsgesprächs hast du die Möglichkeit die Personalabteilung davon zu überzeugen, dass du die richtige Person für die Stelle bist. Dafür solltest du jede Minute nutzen, schließlich wird es mehrere Bewerber:innen geben. Die nächsten Tipps handeln davon, wie du im Vorstellungsgespräch überzeugen kannst.

7. Auftreten im Unternehmen

Dein Auftreten im Unternehmen ist der erste Eindruck, den dein potenzielles Arbeitsumfeld von dir bekommt. Du willst ja um jeden Preis positiv auffallen. Also sei höflich und begrüße die Personen, die dir begegnen. Achte auf deine Körpersprache und Ausstrahlung. Lächle die Leute, die im Wartebereich vorbeilaufen, an und merke dir die Namen der Personen, die sich dir vorstellen.

Behandle alle Personen höflich und sei zum Empfangspersonal, den Reinigungskräften oder dem Hausmeister nicht herablassend. Einige Personaler:innen fragen besonders diese Personen, wie du mit ihnen umgegangen bist und lassen die Aussagen in ihre Entscheidung einfließen.

8. Selbstbewusstsein

Wichtig ist auch, dass du Selbstbewusstsein ausstrahlst und dich von deiner besten Seite zeigst. Du brauchst nicht schüchtern zu sein oder Selbstzweifel haben. Dieses Verhalten blockiert dich nur und hilft dir nicht weiter. Mach dir bewusst, dass du den ersten Schritt bereits erfolgreich geschafft hast: Das Unternehmen fand deine Bewerbung ansprechend und möchte sich bei dir um deine Arbeitskraft bewerben. Hast du es mal so gesehen? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit.

9. Authentisch und ehrlich sein

Es bringt nichts, wenn du versuchst, dich zu verstellen und jemand anderes zu sein. Bleibe authentisch und ehrlich, denn dein potenzieller Arbeitgeber möchte dich und deine Persönlichkeit kennenlernen, niemand anderen. Auch kleine Lügen stellen dich nicht in ein besseres Licht. Bleibe immer bei der Wahrheit, denn jede Lüge oder Unwahrheit kommt am Ende ans Licht. Das kann später sehr peinlich werden und dich sogar deinen Job kosten.

10. Fragen konkret beantworten

Auf die Fragen solltest du konkret antworten und nicht zu lange um den heißen Brei reden. Lasse dir ruhig kurz Zeit, bevor du antwortest. Das kannst du ganz unauffällig machen, indem du einen Schluck Wasser trinkst und dann erst auf die Frage eingehst.

Filtere den Kern der Frage und die Absicht deines Gegenübers heraus und formuliere die passende Antwort. Aber keine Angst, du musst nicht jede Frage perfekt beantworten. Achte darauf, eine lockere Atmosphäre zu schaffen, indem du lächelst oder auch ein paar humorvolle Antworten gibst.

Denke auch daran, dass schlecht reden über Job oder sogar der Abteilungsleitung keinesfalls gut ankommt. Überlege dir also auch zu unangenehmen Themen gute Antwortmöglichkeiten und versuche positive Parallelen zu deiner aktuellen Berufserfahrung zu schaffen.

11. Gegenüber spiegeln

Spiegeln bedeutet, die Bewegungen deines Gegenübers zu kopieren. Das Unterbewusstsein deines Gesprächspartners ordnet dich somit unbewusst als sympathisch ein.

Das Ganze solltest du aber auf keinen Fall übertreiben und jede Bewegung mitmachen. Doch wenn du das Grundprinzip kennst, kannst du es punktuell gewinnbringend anwenden.

12. Häufige Fragen vorbereiten

Es gibt eine Handvoll wichtige Fragen im Vorstellungsgespräch, die dir sicherlich gestellt werden. Wir haben dir die 3 häufigsten kurz und anschaulich erklärt:

  • In welchen Bereichen siehst du deine Stärken?

    Hier geht es nicht darum, dich selbst in den Himmel zu loben, sondern darum, den Personalverantwortlichen zu überzeugen, dass dein Profil zu den Anforderungen der Position passt. Verzichte hier aber bitte auf standardisierte Floskeln. Besser ist es, wenn du deine Argumente auch mit konkreten Beispielen belegen kannst. Das fällt dir viel leichter, wenn du das bereits schon vorbereitet hast, als wenn du unter Stress spontan antworten musst.

  • Was sind deine Schwächen?

    Logisch, auf die Frage nach deinen Stärken folgen deine Schwächen. Klar möchtest du deinem potenziellen Arbeitgeber nicht die eigenen Schwächen auf dem Silbertablett präsentieren. Aber keine Angst, eigentlich geht es mehr darum, ob du selbstkritisch und reflektiert bist und ehrlich mit deinen Schwächen umgehst.

  • Warum bist du genau der/die Richtige für diese Position?

    Damit dich diese Frage nicht ins Schwitzen bringt, solltest du die dir ausgiebig Gedanken darüber machen, was dich für die Stelle qualifiziert und welchen Nutzen du dem Unternehmen bieten kannst.

Wir stehen tagtäglich mit Unternehmen in Kontakt. Dieses Wissen haben wir gesammelt und in einem Fragenkatalog festgehalten: 111 Fragen mit möglichen Antworten.

13. Fragen stellen

Gegen Ende des Vorstellungsgesprächs bekommst du meistens die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen. Wir finden es äußerst empfehlenswert, wenn du dieses Angebot annimmst. Eigene Rückfragen zeugen von Interesse und ermöglichen dir, mehr über deinen potenziellen Arbeitgeber, deine Kollegen und Arbeitsweisen zu erfahren. Wichtig ist es, nicht destruktiv oder anklagend zu werden. Besser sind offene Fragen, die nicht in einer Ja-oder-Nein-Antwort enden.

Nach dem Gespräch

14. Bedanke dich für das Gespräch

Nach dem Gespräch kannst du noch eine Sache machen, um einen besonders guten Eindruck zu hinterlassen. Wenn du zu deiner Ansprechperson einen guten Draht gefunden hast und das Gespräch aus deiner Sicht gut verlaufen ist, kannst du dich in einer E-Mail dafür bedanken und nochmal die wichtigsten Punkte, die ihr besprochen habt, auflisten.

15. Nicht verzagen

Natürlich verläuft nicht jedes Bewerbungsgespräch erfolgreich und es kann sein, dass du die Stelle nicht bekommst, weil jemand anderes einfach besser passt. Aber sieh immer das Positive aus diesem Rückschlag. Du sammelst Erfahrung und kannst von jedem Vorstellungsgespräch für das nächste lernen. Also: Auch wenn es mal nicht geklappt hat, gib nicht auf und suche weiter nach einem Job und Unternehmen, die besser zu dir passen.

Wenn du dabei Hilfe brauchst, bist du bei uns genau richtig. Über Workwise kannst du dich ohne Anschreiben bewerben. Du hast ein Profil für alle Bewerbungen und behältst so immer den Status deiner Bewerbung im Blick. Die Frage „Wurde meine Bewerbung überhaupt schon bearbeitet?“ stellt sich deswegen gar nicht mehr.

Wenn du noch mehr Hilfe bei der Bewerbung möchtest, kannst du auch unseren kostenlosen Service in Anspruch nehmen: Sag uns, nach was du suchst und unser Talent-Team geht für dich auf die Suche nach passenden Jobs. Wir schicken dir dann individuelle Jobvorschläge und unterstützen dich bei deiner Bewerbung.

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Checkliste für dein Vorstellungsgespräch

Du willst dich auf dein Vorstellungsgespräch vorbereiten, aber dir fehlt noch die passende Checkliste? Wir haben für dich nochmal das Wichtigste in dieser Infografik zusammengefasst.

Checkliste Vorstellungsgespräch

Wir wünschen dir viel Erfolg bei deinem nächsten Vorstellungsgespräch. Zusätzlich zu der Checkliste, bist du mit unserem Fragenkatalog perfekt auf das nächste Bewerbungsgespräch vorbereitet. Als Recruiting-Plattform stehen wir im direkten Austausch mit Arbeitgebern aus den unterschiedlichsten Branchen. Mit dieser Erfahrung haben wir 111 Fragen und Antworten gesammelt, die dich erwarten können.

Fragenkatalog für das Vorstellungsgespräch

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Veröffentlicht am 03.01.2022, aktualisiert am 23.06.2022