Auf der Suche?

Bewirb dich auf deinen nächsten Job ohne Anschreiben. Den Status deiner Bewerbung verfolgst du in deiner Bewerbungsübersicht.

Gib einen Ort ein

Workwise KarriereguidePfeil rechts SymbolKarrierePfeil rechts SymbolBerufliche Ziele: Beispiele und wie man sie formuliert [inkl. Liste]

Berufliche Ziele: Beispiele und wie man sie formuliert [inkl. Liste]

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? Dieser Klassiker des Vorstellungsgesprächs wird zwar heutzutage nicht mehr oft von Personalverantwortlichen gestellt, jedoch ist es auch unabhängig davon empfehlenswert, dass du dir Gedanken zu deinen beruflichen Zielen machst. Was möchtest du im Laufe deiner beruflichen Laufbahn oder deines aktuellen Jobs erreichen?

Im folgenden Artikel zeigen wir dir, warum konkrete berufliche Ziele dich persönlich und deine Karriere vorantreiben können, wie du sie formulierst und wie du sie am besten an Personalverantwortliche oder Vorgesetzte kommunizierst.

Inhalt

Warum du eigene berufliche Ziele formulieren solltest

36,26 Millionen Deutsche gaben 2022 in einer Studie der IfD Allensbach an, dass sie großen Wert auf beruflichen Erfolg legen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, verbringen wir doch den Großteil unseres Lebens mit Arbeit und Beruf. Erfolge lassen uns dabei weiterkommen und motivieren uns in der alltäglichen Arbeit. Grundsätzlich gibt es ohne Ziele auch keine Erfolge. Erst sie machen Erfolge messbar. Möchtest du also im Beruf erfolgreich sein, solltest du dir berufliche Ziele setzen.

Dies hat verschieden Vorteile für dich persönlich und deine Karriere:

Vorteile von beruflichen Zielen

Berufliche Ziele verbessern also nicht nur dein Wohlbefinden und deine Produktivität, sondern helfen dir auch bei Bewerbungen oder beim Aufstieg im Job. Kommunizierst du beispielsweise deine persönlichen Ziele in einem Vorstellungs- oder Mitarbeitergespräch, zeigt das, dass du Weitblick hast und nicht nur an die nächste Woche, sondern an die nächsten Jahre denkst. Auch eine Eigenschaft, die berufliche Leader auszeichnet.

Wie du deine beruflichen Ziele am besten an Personalverantwortliche oder Führungskräfte kommunizierst, zeigen wir dir im Abschnitt zur Kommunikation. Doch nun stellt sich erstmal die Frage: Was sind überhaupt meine beruflichen Ziele und wie finde ich sie heraus?

Berufliche Ziele finden und formulieren

In diesem Abschnitt zeigen wir dir, wie du vorgehen kannst, um deine ganz persönlichen beruflichen Ziele zu finden und zu formulieren.

Was ist mir im Beruf wichtig?

Bevor du deine beruflichen Ziele formulieren kannst, solltest du zuerst herausfinden, was dir in deinem Berufsleben überhaupt wichtig ist. Für manche kann dies Gehalt oder eine Stellung sein, für andere ist es die Aneignung von Fähigkeiten. Die Antwort auf diese Frage ist sehr individuell. Gehe dazu in dich und reflektiere deine bisherige Laufbahn:

  • Was macht dir Spaß in deinem Beruf?
  • Was sind deine Stärken?
  • Wofür haben dich andere gelobt?
  • Welches erfolgreiche Projekt hat dich besonders glücklich gemacht?

Vergleiche deinen aktuellen Ist-Zustand mit deinem gewünschten Soll-Zustand und versuche daraus konkrete Ziele abzuleiten. Als Hilfestellung kannst du auch Freund:innen und deine Familie fragen, worin sie deine berufliche Zukunft sehen, oder du lässt dich von den beruflichen Zielen anderer inspirieren. Auch Bücher wie The Big Five for Life von John P. Strelecky können eine Orientierung sein. Hier beschreibt der Autor, wie man seine fünf großen Lebensziele findet und dadurch ein erfülltes Leben führt. Eines davon wird sich sicherlich auch um deinen Beruf drehen.

Eine Studie von Accenture unter Arbeitnehmenden weltweit, ergab, dass das Aneignen von Wissen und Können mit 58% als eines der wichtigsten Ziele angesehen wird. Gefolgt von einem flexiblen Arbeitsverhältnis und Networking.

Wichtig ist bei all dem nur, dass du nicht einfach die Ziele anderer übernimmst. Sie müssen von dir selbst kommen. Andernfalls werden dich diese Ziele nicht langfristig motivieren und ihr Erreichen wird dir keine Genugtuung geben.

Berufliche Ziele formulieren

Wenn du verschiedene Ideen für deine beruflichen Ziele gesammelt hast, geht es nun darum, diese in konkrete Aussagen zu formulieren. Dabei gibt es kein richtig oder falsch, wie du deine Ziele formulierst. Es hilft jedoch dabei, wenn du bei diesen so konkret wie möglich bist, ohne dabei unrealistisch zu werden.

Business Development Manager Michael Beniers

„Jede Person verfolgt verschiedene Ziele auf eine andere Weise, deshalb solltest du bei der Formulierung deiner beruflichen Ziele auch auf dich selbst hören. Bist du jemand, der genaue zeitliche Angaben benötigt, solltest du auch deine Ziele so formulieren. Brauchst du dies nicht, setze dich nicht mit einer Deadline selbst unter Druck.“

Michael Beniers, Business Development Manager bei Workwise

Dein Ziel kann also genauso gut „Ich möchte flexible Arbeitszeiten erreichen.“ wie auch „Ich möchte innerhalb von 2 Jahren eine Stelle finden, in der ich zu jeder Tages- und Nachtzeit arbeiten kann.“ sein. Beides ist vollkommen in Ordnung.

Möchtest du eher konkreter werden, empfehlen wir dir die Formulierungsmethode SMART. Diese wurde in den 70er Jahren von Managementforscher Peter Drucker erdacht und ist eine Abkürzung für:

  • Specific (spezifisch)
  • Measurable (messbar)
  • Achievable (erreichbar)
  • Reasonable (angemessen)
  • Time-bound (terminiert)

Der Unterschied zwischen „erreichbar“ und „angemessen“ ist dabei, dass erreichbar bedeutet, dass das Ziel für dich auch erstrebenswert ist. Angemessen dagegen bedeutet, dass das Ziel für dich realisierbar ist. Mit einem SMART-Ziel bist du also spezifisch, prägnant und gibst dazu ein messbares Ergebnis mit zeitlichem Horizont an.

Ein Beispiel eines beruflichen Ziels in SMART ist:

„Ich möchte innerhalb von 12 Monaten vom Softwareentwickler zum Teamlead in meiner Abteilung aufsteigen.“

Planung und Kontrolle deiner beruflichen Ziele

Mit der Formulierung allein ist es natürlich nicht getan. Du musst deine Ziele nun auch in Taten umsetzen. Eine gute Planung kann dir dabei helfen. Eine Möglichkeit hierzu ist, Meilensteine auf dem Weg zu deinem beruflichen Ziel zu definieren. So weißt du, welche Dinge getan werden müssen und gleichzeitig hast du auch bei Erreichung kleine Teilerfolge, die dich motivieren weiterzumachen.

Überlege dir also zuerst, welche einzelnen Schritte nötig sind, damit du dein Ziel erreichst. Die größeren Schritte definierst du dann als deine Meilensteine und gibst ihnen ein Datum oder einen Zeitraum, an dem du sie erreicht haben möchtest. So hast du gleichzeitig schon deine zeitliche und organisatorische Planung abgeschlossen.

Nach jedem Meilenstein kontrollierst du, ob dein Plan aufgegangen ist. Falls etwas nicht funktioniert hat, überlegst du dir, inwiefern du deinen Plan anpassen musst, damit du dennoch dein berufliches Ziel erreichen kannst.

Beispiel: Berufliches Ziel planen

Petra arbeitet aktuell als Softwareentwicklerin innerhalb eines Teams und möchte innerhalb von 12 Monaten dieses als Teamlead leiten. Dazu hat sie folgende Meilensteine formuliert:

  1. Nach 3 Monaten: Eigene Führungsqualitäten analysiert und Argumente für die Stelle als Teamlead gesammelt.
  2. Nach 6 Monaten: Mitarbeitergespräch genutzt, um Thema bei der eigenen Führungskraft anzusprechen.
  3. Nach 9 Monaten: Führungskraft innerhalb eines separaten Termins von den eigenen Führungsqualitäten überzeugt.
  4. Nach 10 Monaten: Austausch mit dem Team und Ankündigung der Übernahme des Teamleads
  5. Nach 12 Monaten: Erster Tag als Teamlead der Softwareentwicklung.

So ähnlich könntest du auch deinen Plan zur Erreichung deiner beruflichen Ziele formulieren. Es muss aber nicht immer eine Beförderung oder ein besseres Gehalt sein. Es gibt auch viele berufliche Ziele, die nichts mit Geld oder Status zu tun haben. Diese und weitere Beispiele von beruflichen Zielen zeigen wir dir im nächsten Abschnitt.

Beispiele für berufliche Ziele

Berufliche Ziele sind sehr individuell und von der jeweiligen Person abhängig. Die folgenden Beispiele sollen dir deshalb als Inspiration dienen, um selbst herauszufinden, woran du deinen beruflichen Erfolg messen möchtest. Diese kannst du dann wiederum durch SMART konkretisieren und an deine Gegebenheiten anpassen. Wir haben die Beispiele zudem nach in verschiedene Kategorien unterteilt, damit du dich besser zurechtfindest.

Fähigkeiten und Qualifikationen

Im Job lernt man nie aus. Neue Fähigkeiten machen dich nicht nur produktiver, sondern geben dir auch das Gefühl, dass du dich beständig weiterentwickelst.

  1. Effizienter und produktiver arbeiten.
  2. Die eigenen Stärken verbessern.
  3. Die eigenen Schwächen abbauen.
  4. Die eigenen Soft Skills stärken.
  5. Lernen besser mit den eigenen Fehlern umzugehen.
  6. Sich in einem bestimmten Bereich weiterbilden.
  7. Ein Zertifikat für eine neue Fähigkeit erhalten.
  8. Eine neue Sprache lernen.
  9. Einen Abschluss nachholen.

Work-Life-Balance

Die Arbeit ist nicht alles, deshalb ist es für viele Arbeitnehmende ein wichtiges Anliegen, Beruf und Privatleben in eine Balance zu bringen. Unter dem Stichwort New Work hat sich hierzu in den letzten Jahren viel getan. Deine Chancen stehen also gut, dass du deine Ziele in diesem Bereich erreichen wirst.

  1. Beruf und Familie besser vereinen.
  2. Mehr auf körperliche und mentale Gesundheit achten.
  3. Weniger Stress haben beziehungsweise sich weniger stressen lassen.
  4. Auf eine 30-Stunden-Woche reduzieren oder in Teilzeit arbeiten.
  5. Flexibler Arbeiten und mehr Remote Work einsetzen.
  6. Eine Workation machen.

Karriereziele

Ein hohes Gehalt oder gute Karrierechancen sind laut einer Studie der EY immer noch für viele Arbeitnehmende die Hauptmotivation hinter ihrer Arbeit. Besonders für steile Karrieren sind konkrete berufliche Ziele unabdingbar.

  1. Eine Beförderung erhalten.
  2. Ein höheres Gehalt bekommen.
  3. Eine bessere Provision oder einen Bonus erhalten.
  4. Eine Führungskraft werden.
  5. Ein professionelles Netzwerk aufbauen.
  6. Von der Öffentlichkeit als Expert:in für das eigene Feld wahrgenommen werden.

Neue berufliche Herausforderungen

Manchmal muss es einfach etwas ganz anderes sein. Vielleicht hattest du schon immer den Traum, mal im Ausland zu arbeiten oder dein eigenes Unternehmen zu gründen. Mache aus diesen Träumen konkrete Ziele für dein Berufsleben.

  1. Im Ausland arbeiten.
  2. Einen beruflichen Neuanfang wagen.
  3. Den eigenen Traumjob finden.
  4. Mit der eigenen Arbeit einen sozialen oder ökologischen Mehrwert schaffen.
  5. Ein eigenes Unternehmen gründen.
  6. Eine neue berufliche Herausforderung beziehungsweise einen neuen Job finden.

Sollte das letzte Ziel auch auf dich zutreffen und du kannst dir eine neue Stelle oder gar einen Quereinstieg vorstellen, helfen wir dir bei Workwise gerne weiter. Über unsere Jobsuche findest du eine Vielzahl von spannenden Stellen und das Beste daran, für viele davon brauchst du nicht mal ein Anschreiben.

 

Auf der Suche?

Bewirb dich auf deinen nächsten Job ohne Anschreiben. Den Status deiner Bewerbung verfolgst du in deiner Bewerbungsübersicht.

Gib einen Ort ein

Berufliche Ziele kommunizieren [inkl. Muster]

Berufliche Ziele für dein Berufsleben zu formulieren, kann dich persönlich weiterbringen. Doch du kannst diese Ziele auch direkt für deine Karriere nutzen, indem du sie für Bewerbungen oder Mitarbeitergespräche verwendest. Hierzu sei aber vorab gesagt, dass sich nicht jedes Ziel zur Kommunikation eignet. Ist zum Beispiel dein langfristiges Ziel weniger zu arbeiten, ist das zwar dein gutes Recht, aber es bringt nicht viel, dieses Ziel in einem Vorstellungsgespräch anzubringen. Hier sollte im besten Fall schon vorher klar sein, wie viele Wochenstunden du arbeiten wirst. Konzentriere dich deshalb am besten auf Ziele, die deine Fähigkeiten und Qualifikationen betreffen. Diese bieten einen direkten Mehrwert für die Unternehmen und lassen sich somit gut kommunizieren.

Ein bis zwei Ziele sind dabei vollkommen ausreichend. Sind es mehr, könnte der Eindruck entstehen, dass du dich nicht auf eines fokussieren kannst.

Im Mitarbeitergespräch

Im jährlichen oder halbjährlichen Mitarbeitergespräch kann es vorkommen, dass dir deine Führungskraft nicht nur Feedback zu deinen aktuellen Leistungen gibt, sondern auch nach deinen beruflichen Zielen im Unternehmen fragt. So versucht sie abzuschätzen, in welche Richtung du dich zukünftig entwickeln wirst und ob dies mit den Unternehmenszielen übereinstimmt. Für dich bietet sich der Vorteil, dass dich deine Führungskraft unterstützen kann, sobald sie über deine Ziele Bescheid weiß.

Auch hier ist es wichtig, dass du dich vorbereitest und deine Ziele anhand deiner Rolle im Unternehmen erklären kannst. Vielleicht überlegst du auch schon, wie dich deine Führungskraft konkret dabei unterstützen kann. Dies hinterlässt einen besseren Eindruck als wenn du einfach deine Ziele vorstellst und nach Hilfe bittest.

Im Bewerbungsschreiben

Es ist zwar keine Pflicht deine beruflichen Ziele im Bewerbungsschreiben anzugeben, aber es kann dich zum einen von anderen Bewerbenden abheben und zum anderen dem Vorstellungsgespräch vorgreifen. So hast du direkt ein Thema, das du beim ersten Treffen mit dem Unternehmen anbringen kannst.

Hast du beispielsweise das berufliche Ziel, dich im Bereich Softwareentwicklung weiterzubilden, kannst du das in deinem Anschreiben wie folgt formulieren:

„Durch eine Festanstellung in Ihrem Unternehmen möchte ich meine Fähigkeiten als Softwareentwickler weiter vorantreiben und mich als Experte in diesem Bereich etablieren.“

Deine beruflichen Ziele fügst du am besten am Ende deines Hauptteils im Bewerbungsschreiben an. Stell dich darauf ein, dass die Personalverantwortlichen darauf im Vorstellungsgespräch eingehen werden. Sei also vorbereitet und überlege dir vorab, wie du diese Ziele erreichen möchtest.

Karriereziele im Workwise-Profil angeben

Mit Workwise kannst du dich ganz bequem mit einem Profil auf mehrere Stellen bewerben. Dabei kannst du neben deinen Fähigkeiten und deiner Berufserfahrung auch Karrierziele in deinem persönlichen Profil pflegen. So können sich Personalverantwortliche direkt ein Bild von deinen Zukunftsplänen machen.

Im Vorstellungsgespräch

Falls du deine Ziele im Anschreiben nicht erwähnt hast, wird heutzutage zwar in der Regel nicht mehr nach den Vorstellungen zu deiner beruflichen Zukunft gefragt, jedoch kann es trotzdem noch vorkommen. Vor allem in traditionellen Unternehmen ist die Frage nach deinem Fünfjahresplan noch nicht ganz verschwunden. Es ist also ratsam, hier vorbereitet zu sein. Dafür solltest du deine Ziele nicht nur nennen können, sondern auch erklären, wie du diese im und mit dem Unternehmen erreichen möchtest.

Selbst wenn die Personalverantwortlichen das Thema nicht von sich ansprechen, kann es trotzdem von Vorteil sein, wenn du das Gespräch auf das Thema lenkst. Konkrete berufliche Ziele lassen dich selbstbewusst und motiviert wirken, gleichzeitig kannst du so auch abschätzen, ob deine Ziele in diesem Unternehmen überhaupt erreichbar sind.

Du weißt, was du beruflich erreichen möchtest, hast aber hierzu noch nicht das passende Unternehmen oder die passende Stelle gefunden? Mit Workwise läuft die Jobsuche einfach und schnell. Du lädst einmalig deine Bewerbungsunterlagen in unser Portal und schon kannst du dich auf tausende Stellen bewerben.

Jetzt neuen Job finden

Veröffentlicht am 17.01.2023, aktualisiert am 25.01.2023